Die aktuellen Entwicklungen bei den Kraftstoffpreisen stellen unsere Branche erneut vor erhebliche wirtschaftliche Herausforderungen. Der Dieselpreis liegt derzeit im Bundesdurchschnitt bei 2,31 EUR pro Liter.
Zum Vergleich: Als im Jahr 2022 der sogenannte Tankrabatt eingeführt wurde, um Preisspitzen abzufedern, lag der Dieselpreis bei 1,93 EUR pro Liter. Heute haben wir es mit einer rund 20 % höheren Preisbelastung zu tun; bei gleichzeitig 100 % weniger politischer Unterstützung.
Der Bundesverband hat frühzeitig das Gespräch mit der Politik gesucht und konkrete, pragmatische Vorschläge zur kurzfristigen Entlastung vorgelegt. Dazu zählen unter anderem:
Diese Maßnahmen sind geeignet, gezielt und kurzfristig zu entlasten. Dennoch müssen wir feststellen: Die Bundesregierung lässt bislang nicht erkennen, dass sie bereit ist, sich hier wirklich zu bewegen.
Der Bundesverband hat kein Verständnis, dass auf diese konkreten Vorschläge bislang in keiner Weise eingegangen wurde.
Für Taxiunternehmen ist die Situation besonders kritisch:
Kraftstoffkosten machen einen erheblichen Teil der Betriebskosten aus. Preise können nicht kurzfristig angepasst werden, da sie behördlich festgelegt sind. Preissprünge treffen die Betriebe unmittelbar und ungebremst. Gleichzeitig gilt: Von Schuldzuweisungen zwischen Politik und Mineralölwirtschaft kann kein Unternehmen seine Rechnungen bezahlen. Niemand kann von Unternehmerinnen und Unternehmern erwarten, dass sie mit jeder Fahrt draufzahlen.
Das Taxi- und Mietwagengewerbe ist ein unverzichtbarer Bestandteil der öffentlichen Mobilität:
Wenn Taxi- und Mietwagenunternehmen aus wirtschaftlichen Gründen ihre Leistungen einschränken oder einstellen müssen, entstehen gesellschaftliche Härten, die niemand wollen kann.